3. Frauenheilkunde

Schwangerschaft und Stillzeit

sind die entscheidenden Prägephasen für die körperliche, geistige und psychische Entwicklung eines Kindes bzw. Menschen. Muttermilch bedeutet auch Infektionsschutz. Link

Während der Zeit der Schwangerschaft und des Stillens sollten für die Mutter tabu sein: Alkohol, Rauchen, Drogen, unnötige Medikamente, störende Umweldfaktoren (Link) sowie Gefährdung durch Infektionsquellen. Link

Schwangerschaft – Down-Syndrom

Der PraenaTest der Firma LifeCodexx ist ein neu entwickelter Bluttest, der bei entsprechender Fragestellung bei der Schwangeren nach dem dritten Schwanger-schaftsmonat durchgeführt wird. Im Gegensatz zur Amniozentese (Fruchtwasser-Untersuchung) und Chorionzottenbiopsie (Plazenta-Untersuchung) ist der PraenaTest für das Kind absolut ohne Risiko. Dieser Test wird zur Zeit in 20 deutschen Pränatalzentren und Frauenarztpraxen eingeführt. (Süddeutsche Zeitung, 15. Juni 2012, H. Nieder: „Im Blut liegt Wahrheit“)

Schwangerschaft

Ultraschall
Kaiserschnitt

Mammographie ???

Zitiert nach W. Bartens: „Zu viel gesehen“. Südd. Zeitung, 4.4.2012.

„Die Mammographie ist (vermutlich) für das Brustkrebs-Screening nicht geeignet, da man kaum zwischen aggressiven und harmlosen Tumoren unterscheiden kann.“ Das ist die Erkenntnis einer norwegischen Studie an 40.000 Frauen. Die Forscher haben berechnet, dass von 2.500 Frauen nur eine durch die Mammographie vor dem Krebstod bewahrt wird, - aber 6 – 10 Frauen überdiagnostiziert und unnötigerweise operiert, bestrahlt oder mit Chemotherapie behandelt werden.Harvard-Mediziner schätzen, dass es sich bei 15-25 % der Brustkrebs-Diagnosen um Fehlalarm handelt (Annuals of International Medicine, Bd. 156, S. 491, 2012). Die Krebsexpertinnen J. Elmore und S. Fletcher warnen: „Nur weil es heikel ist, über die Schäden zu reden, dürfen wir das Thema nicht verschweigen.“

Postpartale Depression

Die postpartale Depression ist gar nicht so selten. Sie hat häufig eine ganz natürliche Ursache: Progesteron-Mangel. An diesen Zusammenhang wird offensichtlich viel zu wenig gedacht. Zumindest haben sich Selbsthilfegruppen verzweifelter Frauen gebildet. Der Hauptproduzent von Progesteron, das für den Schutz einer Schwangerschaft sorgt, ist die Plazenta, so dass es nach der Geburt zu einem abrupten Abfall des Progesteron-Spiegels kommt, auf den einige Frauen mit der Entwicklung einer Depression reagieren. Das Therapiekonzept liegt auf der Hand: Substitution mit Progesteron und zwar bioidentischem, nicht synthetischem Progesteron. Hierfür eignet sich u.a. die Progesteron-Creme nach Dr. Lee, wenn kein geeignetes orales Präparat zur Verfügung steht. Bei älteren Schwangeren und nach langjähriger Einnahme der Antibaby-Pille könnte eine prophylaktische Substitution direkt nach der Geburt sinnvoll sein, um einer Depression vorzubeugen, zumal bioidentisches Progesteron weder auf den Säugling noch die Mutter nachteilige Auswirkungen hat.

Hinweis: Wird ein Hormonspiegel gewünscht, sollte er mit Hilfe des professionell durchgeführten Speicheltests und nicht serologisch ermittelt werden. Die serologischen Hormonspiegel unterliegen großen Tagesschwankungen und sind daher wenig aussagekräftig.

Der „Progesteronspeicher“ Plazenta

Unter „Leibspeise“ veröffentlichte die FAZ am 15.7.2015 einen Artikel zum Thema Vorbeugung einer postpartalen Depression durch den Verzehr der Plazenta. Im Tierreich ist die Plazentophagie nicht ungewöhnlich, ein erstaunlich intelligenter Instinkt. In der Humanmedizin gibt es Gott sei Dank die Möglichkeit der Progesteron-Substitution. Gegenüber der Plazentophagie ist die Hormongabe ganz sicher die elegantere Lösung, s.o.

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