IST-Diagnostik-Methode

2. Mess-Methode

Wo wird gemessen? Am Akupunktur (AP)-Punktsystem (I-9), das sich durch einen verminderten Hautwiderstand (I-10) auszeichnet. Es stellt ein differenziertes Kontrollsystem mit Zugang zum gesamten Organismus dar, und zwar ausgehend von Volls Erkenntnis, dass jeder dieser Punkte in einer funktionellen, elektrisch messbaren und beeinflussbaren Beziehung zu einem bestimmten Organ bzw. Organabschnitt steht. Voll hat für dieses Punktsystem der klassischen Akupunktur eine klar definierte anatomische Lage (I-18, II-5) gefunden. Etwa 1000 Punkte, die zum Teil erst von Voll entdeckt wurden, sind uns heute bekannt. Für die IST-Diagnostik werden vor allem die Punkte an Händen und Füßen kontrolliert.

Womit wird gemessen? Mit einem Messgerät, das mit einer Gleichspannung von ca. 1 V arbeitet. Es ist verbunden mit einer Handelektrode und einem Testgriffel (Punktelektrode). Die Messwerte werden auf einer Skala mit 100 Skaleneinheiten dargestellt.

Wie wird gemessen? Der Patient hält die Handelektrode und der Therapeut überprüft mit Hilfe des Testgriffels am jeweiligen AP-Punkt das zu untersuchende Organ, indem er über die Punktelektrode einen nicht spürbaren Reizstrom in der Stärke des physiologischen Aktions- (Reaktions-)stromes im 8 - 12 µA-Bereich abgibt.

Was wird gemessen? Gemessen wird, wie das untersuchte Organ auf den Reizstrom reagiert. Bei äquivalenter Organreaktion, also im 8-12 µA-Bereich liegt eine normale Organfunktion vor. Das entspricht dem Zeigerstand 50 auf der Messskala. Sowohl der stärkere (Zeigerstellung 50-100) als auch der schwächere (Zeigerstellung 50) Reaktionsstrom zeigt eine gestörte Organfunktion an.

 

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Literatur