4. Borreliose

Zecken, Milben und Insekten - eine folgenschwere Infektionsquelle für den Menschen.

Es muss nicht immer Borreliose sein!
Wussten Sie, dass Zecken mit einem Biss einen ganzen Infektionscocktail übertragen können?
Dazu gehören nicht nur Borrelien und FSME-Viren, sondern auch Rickettsien (Fleckfieber, Q-Fieber, Zeckenbiss-Fieber, Ehrlichien, Bartonellen), Babesien, Tularämie sind weltweit verbreitet nicht nur in Zecken, sondern auch in Milben (z.B. Grasmilben, Vogelmilben...) und anderen Insekten. Rickettsiose – Krankheitsbilder: Gehirnhaut-, Herzinnenhaut-, Herzmuskelentzündungen, Atypische Pneumonie, Lungenfibrose, Hepatitis, Polyarthritis, Polyradikulitis, Neurodermitis, Lymphome wie Non-Hodgkin-Lymphom, T-Zell-Lymphom u.a. bis hin zum "Malignom". Dass sich hinter diesen Krankheiten eine Rickettsiose verbergen kann, wird bei differenzialdiagnostischen Überlegungen mehr oder weniger nicht berücksichtigt. Diagnostik der Rickettsiose: Eine Labordiagnose ist im akuten Krankheitsfall gar nicht möglich. Die Antikörper-Titer entwickeln sich erst Wochen, teilweise Monate nach der Infektion. Hinzukommt, dass sich unter einer antibiotischen Therapie, die in der Regel sofort eingeleitet wird, Antikörper gar nicht erst entwickeln können. Die Rickettsiose ist daher ein mehr oder weniger unbekanntes Krankheitsbild, tatsächlich aber von großer Bedeutung für unser Gesundheitswesen. Ohne biologische Diagnoseverfahren wird die Diagnose "Rickettsiose" trotz bester, modernster High-Tech-Laborausrüstung im akuten Stadium, sehr häufig auch im Spätstadium, nicht gestellt.

Wichtige weiterführende Informationen,
auch zur Therapie,  finden sich in Fonk I., Rickettsiose – System- und Hauterkrankungen – Klinik, Diagnostik, Therapie, 2001
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Zecken und ihre Opfer

PDF-Leseprobe aus Krankheit ist messbar auch wenn das Labor schweigt.
(bitte auf PDF-Symbol klicken)


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